Bittgang der Scheffauer nach Bad Dürrnberg

Scheffauer und Auer vereint in traditionellem Bittgang

Traditionell ist der 1.Mai der Termin für den Scheffauer Bittgang nach Bad Dürrnberg. Die Glocke der Zillkapelle wird geläutet, wenn sich die Pilgerschar aufmacht. Das Kreuz, von den Ministranten getragen, voraus, wird bis zur Ankunft am Dürrnberg der freudenreiche und glorreiche Rosenkranz gebetet. Die letzten Meter bis zum Ziel erfordern durchaus eine gute Kondition, ist die Steigung bis zur Wallfahrtskirche doch beachtlich!

Die Kirchenglocken am Dürrnberg kündigen die Bittgänger an, sobald diese zu sehen sind. Kaplan Josef Rauffer begleitete heuer die Scheffauer Bittgänger, während Pfarrer Thomas Frauenlob mit den Auer Pilgern ging. Diese kamen zeitgleich mit den Scheffauern am Dürrnberg an. Gemeinsam wurde dann die Hl. Messe zu Ehren der Patrona Bavaria gefeiert.

Pfarrer Roman Eder vom Dürrnberg begrüßte eingangs die Bittgänger und brachte seine Freude über jährlichen Besuch  zum Ausdruck. Den Gottesdienst zelebrierten Pfarrer Frauenlob und Kaplan Rauffer gemeinsam. Pfarrer Frauenlob zitierte dabei in seiner Predigt das Mariengebet von Papst Benedikt XVI. zur Schutzfrau Bayerns:

Heilige Maria, Mutter Gottes, vom Heiligen Geist bewegt, hat einst Elisabeth dich selig gepriesen als die Gesegnete unter den Frauen, weil dein Glaube dem Herrn die Tür in die Welt aufgetan hat. Wie du es unter dem Anhauch des gleichen Geistes vorhergesagt hast, preisen dich seither selig alle Geschlechter. Voll Freude treten wir in dieser Stunde ein in den Lobpreis, den der Geist deines Sohnes unseres Herrn Jesus Christus, in allen Generationen erweckt hat.

Unsere Vorfahren haben dich als ihre Schutzherrin erwählt, als Herzogin ihres Landes, deren mütterliche Güte über aller menschlichen Herrschaft Jesu Christi steht. Die Wege unseres Landes kommen von dir und gehen durch dich zu ihm, der der Weg selber ist. So bitten wir dich in dieser Stunde:

Sei du die Patronen unseres Landes, unseres Bistums auch in dieser Zeit! In dem Streit der Parteien sei du Versöhnung und Friede; in den Weglosigkeiten unserer offenen Fragen zeige uns de Weg; die Streitenden versöhne, die Müden erwecke, gib de Misstrauischen ein offenes Herz, den Verbitterten Trost, den Selbstsicheren Demut, den Ängstlichen Zuversicht, den vorwärts Drängenden Besonnenheit, den Zaudernden Mut, uns allen aber die tröstende Zuversicht deines Glaubens. Stärke die Leidenden und die Kranken; erleuchte die Regierenden und führe uns zueinander im Frieden des Herrn.

Schenke uns, zu glauben, wie du geglaubt hast. Mutter Gottes, Patronin Bayerns, bitte für uns jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.

(Joseph Kardinal Ratzinger, gesprochen an der Mariensäule in München nach seiner Bischofsweihe 1977)

Nach der Messe durfte eine Einkehr im Gasthaus natürlich nicht fehlen, denn Leib und Seele gehören zusammen, wie auch Pfarrer Frauenlob oft erwähnt.

Bilder / Impressionen:

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