Mesnerwechsel in der Pfarrei St. Andreas

Gerd Murf übernimmt verantwortungsvolle Aufgabe

Seit 1. Mai 2017 hat die Pfarrei St. Andreas Berchtesgaden einen neuen Mesner. Der Untersalzberger Gerd Murf tritt in die Fußstapfen des bisherigen Stiftsmesners Dirk Eggenweiler, der sich im Sommer neuen beruflichen Aufgaben zuwenden wird.

Der neue, Jahrgang 1970, ist aufgewachsen im Schatten der Stiftskirche und somit ist Gerd Murf sein neuer Aufgaben- und Arbeitsbereich nicht unbekannt. Nach dem Schulbesuch in Berchtesgaden hat er zunächst eine Ausbildung zum Koch absolviert, in verschiedenen Berchtesgadener Betrieben gearbeitet und schließlich auch die Meisterprüfung im Kochhandwerk abgelegt. Zuletzt war er in einem örtlichen Großhandelsbetrieb als Abteilungsleiter tätig.

Die Nachfolge von Dirk Eggenweiler anzutreten, bedeutet für den dreifachen Familienvater, der seit 2010 in Maria Gern zuhause ist, eine große, aber auch schöne Herausforderung. "Ich war Ministrant, und als die Mesnerstelle ausgeschrieben war, hat mich mein persönliches Interesse an dieser vielfältigen Arbeit in den Berchtesgadener Kirchen zur Bewerbung ermutigt. Hinzu kamen wichtige Gespräche mit Pfarrer Dr. Thomas Frauenlob und Verwaltungsleiter Michael Koller." Natürlich müsse er sich nun in die verschiedenen Tätigkeiten, die im Laufe eines Kirchenjahres anfallen, einarbeiten. Er habe bereits eine überaus freundliche Aufnahme erfahren, selbstverständlich aus dem Pfarrhof, aber u. a. von den Ministranten oder den vielen sonstigen Mitarbeitern und Helfern in der Pfarrei. Dies freue ihn und gebe ihm Zuversicht, es zu schaffen. Außerdem gelte es in den kommenden Wochen noch viel von Dirk Eggenweiler zu lernen, und auf den obligaten „Mesner-Lehrgang“ freue er sich schon jetzt. Auf die Frage nach dem doch etwas "radikalen" Berufswechsel meint "der Murfei": "Ich stamme aus der Landwirtschaft, und da muss man nicht nur dem Boden, Land und Leuten, der Heimat verbunden sein, sondern auch der Kirche und dem religiösen Leben und Brauchtum. Ein sicheres Glaubensfundament wird mir dabei helfen." Schmunzelnd fügt er hinzu: "Und im Ministrantenzeltlager war ich auch schon mal als Koch." Neben vielen alltäglichen liturgischen Arbeiten sei für ihn wichtig, "seine" Kirchen den Menschen als einladende, offene Gotteshäuser darzustellen und er hoffe, dort auch viele Leser des Berchtesgadener Anzeigers antreffen zu können.

Beruhigend sei für ihn, dass er bei anstehenden Fragen und Problemen stets auf familiären Beistand zählen dürfe, denn seine Frau verfüge als Teilzeitmesnerin in Maria Gern über viel praktische Erfahrung. Ob er als Mesner vor etwas Scheu habe, da bekennt Gerd Murf freimütig: "Ich hab' Bauchweh, wenn ich ans Vorlesen und an die Fürbitten denke!" Die notwendige Beruhigung und Entspannung hoffe er bei seinem Hobby, der Geflügelzucht zu finden.

Im Rahmen der Gottesdienste am Sonntag, den 7. Mai 2017, wurde der neue Stiftsmesner offiziell in der Pfarrei St. Andreas begrüßt.

Gerd Murf, der neue Mesner

Gerd Murf an seinem neuen Arbeitsplatz in der Sakristei der Stiftskirche

 

29.04.2017
Johannes Schöbinger

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